LUIS CAMPAÑA
An der Schanz 1a
Di–Sa 11–18
(Chris Lipomi, Mitakuye Oyasin, 2006)
Der amerikanische Künstler Chris Lipomi (1975, Miami) kombiniert industrielle Gegenstände des täglichen Gebrauchs zu „exotischen“ Objekten. Durch die Kontextualisierung dieser Ready-mades untersucht er die Aufmerksamkeitsökonomie der globalisierten Welt und entlarvt die Idee des Exotischen als eine rassistische Konstruktion westlicher Kulturen. Lipomi lenkt die Aufmerksamkeit des Rezipienten durch mehrere Kontextverschiebungen auf deren ästhetische Herkunft sowie ihre Doppelfunktion als Gebrauchsgegenstand. Seine Arbeiten erinnern an zeremonielle Objekte, wie sie uns aus ethnologischen Institutionen geläufig sind, und verweisen auf deren Verwertungslogik und die Funktion der Ästhetik als Baustein für kultur-evolutionäre Zuschreibungstechniken. In der Galerie Luis Campaña zeigt Lipomi eine Reihe von Arbeiten, die uns davon überzeugen werden, dass die Transformation von vertrauter Materie in eine ästhetische Sprache als Werkzeug für eine emanzipatorische Kulturkritik dienen kann.
AUSBILDUNG
University of California, Los Angeles
Valand Kunstskolan, Göteborg, Schweden
San Fransisco Art Institute, San Francisco
EINZELAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)
2006
Makawana Omawaki, Daniel Hug Gallery, Los Angeles
2005
Beneath the Shade of the Trees, Black Dragon Society, Los Angeles
GRUPPENAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)
2005
Pictures are the Problem, Pelham Art Center, New York
The February Show, 1103 La Brea, Los Angeles
Incognito, Santa Monica Museum of Art, Santa Monica
Fastforward, House of Campari, Venice, Californien
2005
Group Show, Regen Projects, Los Angeles
Upstream: Idea Drawings, Hayworth, Los Angeles
High Desert Test Sights, Joshua Tree, Californien